Knochendichtemessung

Knochendichtemessung – Funktionsprinzip

Osteoporose ist eine häufige Skeletterkrankung mit Verminderung der Knochenmasse. Durch die Veränderung der Knochenstruktur kann die Stabilität des Knochens beeinträchtigt sein. Die Knochendichtemessung (quantitative CT- Osteodensitometrie – QCT) gilt als das hochwertigste und genaueste Verfahren zur Bestimmung der Knochendichte und damit zur Diagnosestellung und Verlaufskontrolle der Osteoporose. Sie ist ein Spezialverfahren der Computertomographie. Der Vorteil der CT-Osteodensitometrie gegenüber anderen Verfahren der Knochendichtemessung ist die Bestimmung des Knochenkalksalzgehaltes in der schwammartigen inneren Knochenmasse („Spongiosa“) des Wirbels, die bei Osteoporose bereits frühzeitig den Knochenkalkverlust erkennen lässt.

Die Untersuchung lässt sich schnell durchführen und ist nur mit einer geringen Strahlenbelastung verbunden. Ein Kontrastmittel wird nicht benötigt. Die Messung des Mineralsalzgehaltes erfolgt an insgesamt drei Lendenwirbelkörpern. Eine spezielle Software errechnet den mittleren Mineralsalzgehalt und stellt diesen im Vergleich zu alters- und geschlechtsbezogenen Referenzwerten grafisch dar.

Knochendichtemessung – Einsatzmöglichkeiten

Die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) wird empfohlen:
  • bei Frauen nach der Menopause (Zeitpunkt der allerletzten Regelblutung einer Frau) mit erhöhtem Osteoporose-Risiko
  • zur Verlaufskontrolle der Osteoporose bzw. zur Therapiekontrolle
  • bei deutlichen Osteoporose-Beschwerden (z. B. Knochenschmerzen)
  • bei Östrogenmangel (Östrogen = weibliches Geschlechtshormon)
  • bei Einnahme von Cortisonpräparaten
  • bei radiologischem Verdacht auf eine Kalksalzminderung (nach Wirbelkörper-, Schenkelhals- oder Radiusfraktur, Radius = Speiche)
  • bei einer Verminderung der Knochendichte aufgrund eines mangelhaften Einbaus von Mineralstoffen in den Knochen
  • grundsätzlich bei Frauen über 65 Jahren

Knochendichtemessung – Untersuchungsablauf

Für die Untersuchung werden Sie in Rückenlage auf dem Untersuchungstisch gelagert. Zur quantitativen Bestimmung des Mineralsalzgehaltes der Knochen werden CT-Schichtaufnahmen durch die Mitte des zweiten bis vierten Lendenwirbelkörpers angefertigt. Die Auswertung erfolgt mit einem speziellen Computerprogramm.

Bei der QCT lässt sich auch der Mineralgehalt der unterschiedlichen Knochenbestandteile wie Kortikalis (Knochenwand) und Spongiosa (schwammartige Struktur im Inneren des Knochens) getrennt analysieren. Um den ermittelten Wert klinisch einzuordnen, werden ein T- und ein Z-Score verwendet. Der T-Score ist der Vergleich der beim Patienten gemessenen Knochendichte im Vergleich zu einem Durchschnittswert bei knochengesunden 20-Jährigen. Das bedeutet, je älter der Patient, umso niedriger ist der T-Score, da die Knochendichte mit zunehmendem Alter physiologisch abnimmt. Bei einem T-Score von -2,5 oder weniger besteht laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) eine Osteoporose. Der Z-Score ist der gemessene Unterschied der Knochendichte eines Patienten im Vergleich zu der seiner knochengesunden Altersgruppe. Bei Patienten mit Osteoporose liegt er im negativen Bereich. Das bedeutet, dass seine Knochendichte geringer ist als die gleichaltriger Patienten.

Knochendichtemessung – Kontraindikationen

  • Die Strahlenbelastung bei der QCT ist mit modernen CT-Geräten minimal und kann daher grundsätzlich bei jedem Patienten durchgeführt werden. Eine Schwangerschaft sollte jedoch ausgeschlossen sein.
  • Die Knochendichtemessung mittels QCT wird nur noch in Ausnahmefällen von den gesetzlichen Krankenkassen als Pflichtleistung anerkannt und ist daher meist als Privatleistung zu zahlen. Die Kosten orientieren sich an der gültigen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Private Krankenkassen übernehmen die Kosten der QCT oftmals als Vorsorgeuntersuchung.

Die Knochendichtemessung ist Bestandteil unseres umfangreichen Leistungsspektrums in Witten. Bitte sprechen Sie uns darauf an, gerne erklären wir Ihnen die Details!