Durchleuchtung

Durchleuchtung – Funktionsprinzip

Die Durchleuchtungsuntersuchung stellt eine spezielle Untersuchungsmethode in der Röntgenologie dar. Dabei können Körperteile und die mit ihnen verbundenen Bewegungsabläufe in „Echtzeit“ beurteilt werden. Wir setzen sie im Knappschaftskrankenhaus Dortmund-Lütgendortmund bei medizinischen Fragestellungen ein, bei denen die Verfahren der konventionellen Röntgendiagnostik keine ausreichende Aussagekraft versprechen.

Unser besonderes Augenmerk liegt dabei auf Funktionalitätsprüfung eines Körperabschnittes oder Darstellung von Geweben, bei denen überlagernde Strukturen eine genaue Beurteilung verhindern. Während die herkömmliche Röntgentechnik uns starre Bilder liefert, kann eine Durchleuchtung Bewegungsabläufe, wie z.B. den Schluckakt, nachvollziehbar darstellen.

Durchleuchtung – Einsatzmöglichkeiten

Wann ist die Durchleuchtung als diagnostisches Verfahren besonders geeignet?

Angewandt wird die Durchleuchtung vorwiegend bei Untersuchungen:

  • des Schluckaktes
  • der Nieren und ableitenden Harnwege
  • der Venen
  • des Magen-Darm-Traktes
  • der Darstellung von Portsystemen (Zugänge zu den Blutgefäßen oder einzelnen Körperhöhlen)
  • der Gelenke
  • zur Lagekontrolle von Punktionsnadeln und Dünndarmsonden
    in Vorbereitung auf Computertomographie- beziehungsweise Magnetresonanztomographie-Untersuchungen

Durchleuchtung – Untersuchungsablauf

Während der Durchleuchtung liegen oder stehen Sie auf oder vor einem verstellbaren Untersuchungstisch. Oberhalb des Tisches befindet sich das digitale Röntgengerät.

Kontrastmittel wird je nach Bedarf verabreicht. Abhängig von der diagnostischen Fragestellung nehmen Sie es oral zu sich oder erhalten es über einen Zugang.

Ist es beispielsweise notwendig, den Schluckakt nachzuvollziehen, um mögliche Engstellen oder Funktionsstörungen der Speisröhre darzustellen, nehmen Sie ein Kontrastmittel oral zu sich. Zeitgleich fertigen wir mehrere Röntgenaufnahmen des Halses und des oberen Brustkorbs an, wobei der Weg des Kontrastmittels nachverfolgt werden kann.

Für die Durchleuchtung des Magen-Darm-Trakts ist es erforderlich, dass der Darm vorher durch abführende Mittel geleert wird und Sie auf nüchternen Magen zum Termin erscheinen.

Durchleuchtung – Kontraindikationen

Röntgenuntersuchungen können prinzipiell bei jedem Patienten durchgeführt werden, sodass grundsätzlich keine Kontraindikationen (Gegenanzeigen) bestehen.

Ausnahme ist eine vorliegende Schwangerschaft. Hier darf nur dann geröntgt werden, wenn die Diagnostik für eine lebenswichtige Therapie der Mutter zwingend erforderlich ist.

Bei Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmittel informieren Sie uns bitte im Vorfeld über mögliche Vorerkrankungen (Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion, Allergien, schwere Nierenerkrankungen etc.).

Die Durchleuchtung ist Bestandteil unseres Leistungsspektrums am Knappschaftskrankenhaus in Dortmund. Gerne erläutern wir Ihnen die Möglichkeiten dieses radiologischen Verfahrens!