Digitale Mammographie

Mammographie – Funktionsprinzip

Die Mammographie (lateinisch: Mamma = weibliche Brust, griechisch: gráphein = schreiben) ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust. Die Mammographie erfolgt mit speziellen Röntgengeräten, die eine weiche Röntgenstrahlung verwenden. Diese sog. Weichstrahlung kann im Vergleich zu herkömmlichen Röntgenuntersuchungen mit harter Strahlung kontrastreichere Aufnahmen erzeugen. Das Brustdrüsengewebe wird also besonders gut sichtbar. Feine Unterschiede im Hinblick auf Dichte und Zusammensetzung des Gewebes sind sehr gut erkennbar. Selbst winzige Verkalkungen (Mikrokalk), die einen Hinweis auf Brustkrebs im Frühstadium geben können, werden nachgewiesen.

Mammographie – Einsatzmöglichkeiten

Neben der regelmäßigen Abtastung der Brust durch den betreuenden Gynäkologen und eigenen Kontrollen zu Hause dient die Mammographie der Brustkrebsvorsorge.

Brustkrebs ist heute die häufigste Krebserkrankung der Frau und betrifft zunehmend auch jüngere Frauen. Rechtzeitig erkannt, ist er jedoch sehr gut behandelbar bzw. heilbar.

In folgenden Fällen ist eine Mammographie unabhängig vom Alter erforderlich:
  • Tastbare Knoten oder Verhärtungen in der Brust
  • Tastbar vergrößerte Lymphknoten in der Achselhöhle
  • Einziehungen oder Vorwölbungen der Haut
  • Austritt von Flüssigkeit aus einer Brustwarze
  • Erhöhtes Risiko für Brustkrebs (eigene Krebserkrankungen, Krebsvorstufen oder Brustkrebs in der Familie – erbliche Vorbelastung)

Mammographie – Untersuchungsablauf

Nach Möglichkeit sollte eine Mammographie in der Zyklusmitte, also etwa zehn Tage nach Beendigung der Regelblutung erfolgen. Zu dieser Zeit ist die Transparenz des Drüsengewebes am höchsten und die notwendige Kompression am wenigsten unangenehm. Denn um eine gute Bilddarstellung zu gewährleisten, muss die Brust für die Aufnahme komprimiert werden. Dazu wird sie unter Anleitung einer unserer Röntgenassistentinnen zwischen Röntgenröhre und Filmtisch gelegt und vorsichtig zusammengedrückt.

Die Bildqualität ist umso besser und die Strahlenbelastung ist umso geringer, je mehr die Brust komprimiert werden kann. Die Komprimierung erfolgt jedoch nur so weit, wie Sie es akzeptieren können. Von jeder Brust werden in der Regel zwei Bilder in unterschiedlichen Ebenen angefertigt. Dazu werden die Röntgenstrahlen einmal von oben nach unten und einmal schräg durch die Brust geschickt. So können etwaige Veränderungen erkannt und lokalisiert werden.

Bei unklaren Veränderungen können weitere Aufnahmen notwendig sein.

Nach der Mammographie werten wir die Bilder aus. Ihr behandelnder Facharzt für Radiologie tastet auch Brust und Achselhöhlen ab und gleicht diesen Tastbefund mit dem Röntgenbild ab. Durch diese Kombination kann eine genauere Diagnose gestellt werden.

Mammographie – Kontraindikationen

Die Untersuchung kann prinzipiell bei jeder Patientin durchgeführt werden. Eine Schwangerschaft sollte jedoch ausgeschlossen sein. Zumindest eine relative Kontraindikation (Gegenanzeige) stellen Silikonimplantate dar.

Durch technische Entwicklungen ist die Strahlenbelastung für den Brustdrüsenkörper im Vergleich zu früher deutlich gesunken. Ein möglicher Zusammenhang zwischen der Entstehung von Brustkrebs und der Mammographie ist bislang nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Bedacht werden sollte jedoch auch, dass die Heilungschancen umso größer sind, je früher er erkannt wird.

Für Mammographie-Untersuchungen steht Ihnen unser erfahrenes Team der RUHRRADIOLOGIE ENNEPETAL gerne zur Verfügung.