Magnetresonanztomographie (MRT)

In der RUHRRADIOLOGIE Witten arbeiten wir mit dem weltweit ersten volldigitalen High-End-MRT-Gerät, dem PHILIPS INGENIA.

Vorteile MRT Philips Ingenia

  • Exzellente Bildqualität bei kürzester Untersuchungszeit
  • Gesteigerter Komfort durch vergrößerte Tunnelöffnung (>70 cm) und deutliche Geräuschreduktion („comfort tone“)
  • Orientierung an den neuesten Entwicklungen der Bereiche Kardiologie, Onkologie und Neurologie

Magnetresonanztomographie (MRT) – Funktionsprinzip

Die Magnetresonanztomographie (MRT) – auch Kernspintomographie genannt – kommt in der diagnostischen Radiologie seit Beginn der 80er-Jahre zum Einsatz. Es handelt sich um ein modernes Schnittbildverfahren, mit dem es möglich ist, überlagerungsfreie dreidimensionale Schichtaufnahmen vom Inneren des menschlichen Körpers zu erstellen. Die MRT ist ein röntgenstrahlungsfreies Verfahren. Stattdessen wird vermessen, wie sich der menschliche Körper in einem Magnetfeld verhält. Um die Bilder zu erzeugen werden vor allem die im Körper vorhandenen Wasserstoffatome genutzt. Sie verfügen über den sog. Spin (Eigenrotation) und ein schwaches natürliches Magnetfeld. Analog einer Kompassnadel kann dieses durch ein starkes künstliches Magnetfeld ausgerichtet werden. Mit Hilfe von Radiowellen wird der Zustand von spulenförmigen Antennen aufgefangen und vom Computer in hochauflösende Bilder umgerechnet.

Magnetresonanztomographie (MRT) – Einsatzmöglichkeiten

Die Magnetresonanztomographie (MRT) eignet sich hervorragend zur Bildgebung von Weichteilstrukturen und Ihren Veränderungen.

Die Haupt-Einsatzgebiete der MRT liegen in folgenden Bereichen:

  • Diagnostik von Wirbelsäule und Gelenken
  • Schädeldiagnostik einschl. Gehirn, Gefäße und Rückenmark
  • Diagnostik des Bauch- und Beckenbereiches
  • Brustdiagnostik (MR-Mammographie)
  • Diagnostik von Gefäßerkrankungen im Bereich des Bauches, des Beckens und der Extremitäten (MR-Angiographie = Gefäßdarstellung per MRT)

Magnetresonanztomographie (MRT) – Untersuchungsablauf

Die Untersuchung wird in einem abgeschirmten Raum durchgeführt, in dem Sie während der Untersuchung durch eine große Glasscheibe überwacht werden. Sie liegen während der Untersuchung in Rückenlage auf einer beweglichen Liege, die langsam in die etwa 70 cm breite und 130 cm lange Öffnung des Magneten gleitet. Dieser ist hell, gut belüftet und jeweils am Kopf- und Fußende offen.

Der zu untersuchende Bereich liegt dabei in der Mitte des Magneten. Eine Untersuchung dauert je nach untersuchter Körperregion zwischen 10-40 Minuten. Während der Untersuchung entstehen unvermeidbare, relativ laute Klopf- und Brummgeräusche.

Um Ihren Aufenthalt im Gerät angenehmer zu machen, erhalten Sie Ohrstöpsel oder Kopfhörer, über die Sie ggf. Musik hören können. Unser Assistenzpersonal kann Sie jederzeit sehen und hören. Im Falle eines Notfalls haben Sie zusätzlich die Möglichkeit über eine elektronische Klingel in Ihrer Hand auf sich aufmerksam zu machen.

Für eine gute Bildqualität und eine möglichst kurze Untersuchungszeit ist es absolut wichtig, dass Sie sich bei der Untersuchung nicht bewegen. Sie sollten möglichst bequem liegen, ruhig atmen und etwaigen Anweisungen zur Ein- und Ausatmung unseres Assistenzpersonals genauestens befolgen.

Magnetresonanztomographie (MRT) – MRT-Kontrastmittel

Bei bestimmten Fragestellungen kann die Aussagekraft durch die Injektion eines Kontrastmittels in eine Körpervene erheblich verbessert werden. Hierzu wird eine Kanüle in eine Vene (meist Armvene) gelegt.

Bitte beachten Sie, dass manche Befunde überhaupt nur nach Gabe eines Kontrastmittels sichtbar werden. Gelegentlich kann der Radiologe erst während der Untersuchung entscheiden, ob ein Kontrastmittel notwendig ist. Die von uns verabreichten modernen Kontrastmittel werden im Allgemeinen gut vertragen.

Im Falle einer Ablehnung der Untersuchung bzw. der Kontrastmittelgabe ergeben sich u. U. Nachteile für das Untersuchungsergebnis, z.B. Nichterkennung von Krankheiten, etc.

Magnetresonanztomographie (MRT) – Alternativen zur MRT

Nichtoperative diagnostische Alternativen zur Kernspintomographie / Magnetresonanztomographie können die Ultraschalluntersuchung (Sonographie), die Computertomographie (spezielle Röntgenuntersuchung, mit der überlagerungsfreie Querschnittsbilder von Körperregionen erstellt werden können) oder die Szintigraphie (Messung der Strahlenverteilung einer zuvor verabreichten radioaktiven Substanz) sein.

Magnetresonanztomographie (MRT) – Kontraindikationen

Die Kernspintomographie wird bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen aus Sicherheitsgründen gar nicht oder nur unter bestimmten Bedingungen durchgeführt. Hierzu gehören z.B. Patienten mit implantierten Herzschrittmachern oder anderweitigen elektrischen Stimulatoren/Pumpen. Manche Patienten mit Metallteilen im Körper (z.B. metallische Herzklappen, Granatsplitter, metallische Fremdkörper) sollten nur unter bestimmten Voraussetzungen untersucht werden. Gelenkimplantate/Gelenkprothesen sind hingegen in der Regel unbedenklich. Eine Tätowierung oder Permanent-Make-Up kann sich unter Umständen stark erwärmen. Dem kann bei Bedarf mit Kühlpacks entgegengewirkt werden. Piercings, Hörgeräte und Schmerzpflaster müssen vor der Untersuchung entfernt werden. Bei der Untersuchung dürfen keine metallischen Gegenstände am Körper vorhanden sein.

WICHTIG: Bitte legen Sie vor Betreten des Untersuchungsraumes alle metallischen Gegenstände (wie z.B. Uhr, Brille, Hörgerät, Gürtel, Ringe, Geldmünzen, Kleidungsstücke mit Metallteilen, Schlüssel, Kugelschreiber, Haarspangen, Anstecknadeln, Zahnprothesen, Modeschmuck, metallhaltige Kleidungsstücke, etc.) ab. Ihre Scheckkarten und EC-Karten dürfen ebenfalls nicht mit in den Untersuchungsraum genommen werden, da diese automatisch gelöscht werden würden.

Magnetresonanztomographie (MRT) – Untersuchungsrisiken

Beim Legen einer Venenkanüle oder während einer etwaigen Kontrastmittelinfusion:

Selten (0,01%-0,1%): Schäden der Haut-, des Gewebes oder der Nerven. Mögliche, u.U. dauerhafte Folgen: Schmerzen, Entzündung, Absterben von Gewebe, Narben sowie Empfindungs-, Funktionsstörungen, Lähmungen.

Selten (0,01% bis 0,1%): Leichte allergische Reaktionen, Juckreiz, Hautausschlag, Brechreiz oder ähnliche leichtere Reaktionen, die meist von selbst wieder abklingen.

Sehr selten (< 0,01%): Schwere allergische Reaktionen mit Luftnot, Kreislaufschock, Herzversagen, Atemstillstand, die eine weitere intensivmedizinische Behandlung erforderlich machen oder gar bleibende Schäden (z.B. Hirnschäden, Organversagen) verursachen. Allergische Reaktionen können auch Stunden nach Gabe eines Kontrastmittels auftreten.

Extrem selten (< 0,001%): Nephrogene systemische Fibrose (NSF), eine Erkrankung die mit Vernarbungen der Haut und der inneren Organe einhergeht und bis zum Organversagen und Tod führen kann.

An sämtlichen Praxisstandorten bieten wir Magnetresonanztomographien (MRT) an.